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Lösungssuche (neue Beiträge, ungelöst)Hackerangriffe auf Webseiten nehmen zu - was ist eure Meinung dazu?

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Frage

Hallo Leute,

ich hab das grad im Netz gelesen: http://diepresse.com/home/techscience/internet/sicherheit/680144/GIS-gehackt_Anonymous-kapern-95954-Bankdaten?_vl_backlink=/home/techscience/internet/index.do

Man kann in letzter Zeit nich mehr von Einzelfällen sprechen - immer mehr größere Webseiten werden gehackt. Der Hack auf das Sony-Netzwerk hat da ja scheinbar eine Lawine losgetreten. Was mich persönlich schreckt ist, dass das scheinbar schon am Fließband möglich ist.

Aber sind diese Hacker nun Helden oder Kriminelle? Einerseits liegt es auf der Hand, dass deren Aktionen illegal sind, andererseits könnten sie auch dazu beitragen, dass die jeweiligen Verantwortlichen die Datenbanken mit unseren Daten zukünftig besser absichern. Mich persönlich ärgert eigentlich beides - also, dass die Betreiber ihre Systeme tlw. schlampig absichern und dass der Schaden der Hacker uns alle finanziell betrifft - denn wer muss denn im Beispiel der GIS zwangsläufig für die Wiederherstellung der Seite bezahlen? Genau, der Gebührenzahler.

Wie ist eure Meinung dazu?

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madschuli

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3 Lösungen

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Lösung von nubli2011

Ich hab gelesen, dass die Hacker einfachstes SQL Injection verwendet haben um an die Daten zu kommen. Da es sich dabei um eine der bekanntesten und primitivsten Sicherheitslücken überhaupt handelt, finde ich es schon fast grob fahrlässig, was die GIS hier gemacht hat. Ein Unternehmen das sensible Daten so vieler Personen speichert, sollte sich der Pflicht bewusst sein diese wertvolle Gut auch dementsprechend zu sichern.

Wie steht es aber um die Hacker? Zu tiefst kriminell oder die modernen Robin Hood's der IT-Sicherheit.

Ich denke viele Hackangriffe dienen einem kriminellen Zweck. Hacker dringen in Systeme ein um etwas zu bekommen bzw. zu zerstören, dass ihnen nicht gehört. So weit ich weiß nennt man das Diebstahl und Vandalismus und ist somit kriminell. Das Hauptmotiv dahinter ist einfach Geld und Macht. Je bedeutender das Ziel des Angriffes ist, desto intensiver wird dann auch in den Medien darüber berichtet.

Oft gibt es aber auch Hackangriffe, bei denen nichts gestohlen oder zerstört wird bzw. bei denen es zumindest nicht geplant war (kaputt geht schnell mal was). Diese Angriffe sind natürlich nicht so medienwirksam und werden deshalb von der Öffentlichkeit auch nicht wirklich wahrgenommen. (Medien brauchen einfach richtige Katastrophen). Welche Motive stecken aber hinter solchen Angriffen? Vielleicht die reine Nächstenliebe? Völlig selbstlos zeigt man Unternehmen die Sicherheitslücken auf und hilft ihnen das Sicherheitssystem zu verbessern. Möglicherweiße gibt es solche Fälle, ich denke es geht aber meistens um Ruhm und Ehre. Wer möchte von sich nicht behaupt können dass er besser ist als die 100 weltweit führenden Sicherheitsexperten die die Server des FBIs schützen.

So und dann gibt es noch die Fälle bei denen Hacker etwas stehlen (also eine kriminelle Tätigkeit ausüben, außer es hat dafür eine richterliche Genehmigung gegeben), dass die Kriminialtität anderer aufdeckt bzw. beweißt. Und hier sind wir dann beim Thema Wikileaks. Hacker machen sich strafbar und stehlen und veröffentlichen Dokumente zum Wohle der Menschheit. Wie man in der Vergangenheit gesehen hat, handelt es sich dabei um ein sehr machtvolles Instrument, dass die mächtigsten Leute in Bedrängnis bringen kann. Aber wie schon Peter Parkers Onkel sagte: "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung". Woher wissen wir aber, dass diese Kraft nicht missbraucht wird?

 

nubli2011

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Lösung von L3oop

Meiner Meinung nach können Hacker durchaus nützlich sein, wenn jedoch massenweise Bankdaten veröffentlicht werden, hört der Spaß auf. Anstatt die Sicherheitslücken auszunutzen, könnten sie beispielsweise die Seitenbetreiber darauf aufmerksam machen, die würden sich dann sicherlich, je nach Bekanntheit, erkenntlich zeigen.

  • Das würde ich auch machen, aber man weiß natürlich nicht, ob das einige Hacker nicht tun und schlichtweg ignoriert werden. Ich glaube, dass da viele Firmen und Webseiten ziemlich arrogant sind und dann rumweinen, wenn sie wirklich gehackt wurden. Was mir sorgen bezgl. der Daten macht ist, dass das im Moment ja noch Leute sind, die vermutlich eher keinen finanziellen Hintergrund verfolgen - wenn dann aber mal die Chinesen oder Russen auf den Zug so richtig aufspringen, weil sie vielleicht Blut geleckt haben, könnte es unangenehm werden.

    Thread Erstellermadschuli 12Tvor 5 Jahren
L3oop

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Lösung von Joe

Ich finde, man sollte von Fall zu Fall unterscheiden. Wenn solche Aktionen gegen Staaten gerichtet sind, die ihr Volk unterdrücken, dann sind diese gerechtfertigt. Allerdings sollten sich auch mal die anderen Staaten an die eigene Nase fassen und sich fragen, wie es zu solchen Diktaturen oder Monarchien kommt. Schließlich lieferte beispielsweise Deutschland jahrelang Waffen nach Libyen.

Auch im Fall von isharegossip kann ich nur meinen Daumen heben. Auch wenn damals einige riefen: „Das ist PR!“ Ich denke nicht, dass die Betreiber den Vorfall inszeniert haben. Warum sollte die Seite sonst heute noch offline sein?

Wenn bei einem dieser Angriffe aber Kundendaten veröffentlicht werden, hört der Spaß auf. Genau so, wie ich DDos-Attacken kritisiere. Denn darunter leiden die Kunden. Kunden, die nichts mit den Machenschaften der Unternehmen zu tun haben.

Joe

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